Jahr 2024 an der Orgel

Das Jahresende naht, und daher erlauben Sie uns einen kurzen Rückblick auf die Ereignisse rund um „unsere“ Orgel, die seit zwei Jahren so schön die Messen dank unserer jungen Organisten begleitet. Unsere Orgel zieht auch Schüler von Konservatorien und diözesanen Organisten an, die von Zeit zu Zeit kommen, um zu spielen, wie zum Beispiel Přemysl Kšica mit seinen Schülern. Und nicht zuletzt werden die Orgeln auch bei Konzerten gespielt.

 

Dieses Jahr endet die siebenjährige Tätigkeit des Fördervereins der Jabloneckischen Orgeln, der dank der Spender das gesamte Restaurierungsprojekt der Orgeln finanzieren konnte. Es ist wichtig, auch an die Zukunft des Instruments zu denken, und daher wurden die Mittel in Höhe von 939.293 CZK, die auf dem Konto des Fördervereins verblieben, der Gemeinde als zweckgebundene Spende zur Verfügung gestellt. Diese Mittel werden zur Deckung der Kosten im Zusammenhang mit den Orgeln verwendet, wie zukünftige Reparaturen, regelmäßige Wartung, Stimmung und auch für deren weitere Promotion (wie beispielsweise die Durchführung von Konzerten). Und genau mit der regelmäßigen Wartung durch die Firma Hermann Eule aus Bautzen begann das Jahr 2024 für die Orgeln. Außerdem wurde eine neue Bank für die Organisten geliefert, die im Gegensatz zur ursprünglichen, historischen, höhenverstellbar ist. Im Laufe des Jahres wurde das Instrument auch mehrmals gestimmt, immer vor Konzerten.

 

Als erste ließ die Orgel Prof. Jaroslav Tůma erklingen, und zwar am 25. Juni 2024. Das Konzert wurde vom Förderverein organisiert, als Dankeschön an alle Spender und Freunde der Orgeln. Herr Tůma stellte das Programm des Konzerts so zusammen, dass die Orgeln in ihrer gesamten klanglichen Vielfalt und Fülle präsentiert wurden. Und zwar über verschiedene Epochen hinweg, von barocken Kompositionen Johann Sebastian Bachs bis zur romantischen Musik der Orgelmusik, vertreten durch die Musik von Max Reger, bis hin zur Gegenwart mit der Musik von Paul Hindemith und Bedřich Antonín Wiedermann. Unsere Orgel Rieger op. 2535, die kurz nach 1930 in Produktion gegeben wurde, meisterte alles zur Zufriedenheit der Zuhörer und des Konzertmeisters Jaroslav Tůma. Sie können sich selbst ein Bild machen, oder sich an das Konzert erinnern, das Sie gehört haben, dank der Videoaufzeichnung des Konzerts.

 

 

Ein weiteres Konzert war das Eröffnungskonzert der traditionellen sommerlichen Jablonecker Musiktage. Der Organist Ondřej Valenta und der Bariton Jan Kukal erfüllten den Kirchenraum mit schöner Musik und menschlicher Stimme. Wohl jedoch hinterließ das letzte Stück, die symphonische Dichtung Moldau aus dem Zyklus Mein Vaterland des Komponisten Bedřich Smetana in einer Bearbeitung für Orgel, den größten Eindruck bei den Zuhörern. Besonders die leise klingenden plätschernden Geräusche des entstehenden Flusses, die allmählich lauter wurden, hallten uns noch lange nach dem Konzert in den Ohren.

 

 

Ein weiterer, wenn auch unkonventioneller Konzert kann auch der nette Besuch des diözesanen Organologen, Herrn Radek Rejšek, betrachtet werden. Er kam nicht allein, und sein Ziel war es, eine weitere Episode für die Serie Reise zu den Orgeln der litoměřischen Diözese zu drehen. Er brachte zwei Mitarbeiter vom Studio Chorus, Vítem Janatu und Jan Slavík, mit. Zur Aufnahme kam auch Herr Vladimír Roubal aus dem Strahover Kloster, der nicht nur über die Orgeln, sondern auch über unsere Kirche mit seinen orgel-improvisationen sprach. Die Musik von Vladimír Roubal konnten wir bei seinem letzten Solo-Konzert bei uns hören.

 

 

Das Abschlusskonzert der Jablonecker Musiktage war erfüllt von den Tönen der Orgel und der Trompete, einer Verbindung, die traditionell und wundervoll ist. Das Konzert wurde von Antonín Habermann (Orgel) und Jakub Jírů (Trompete) durchgeführt. Vielleicht entschieden sich die Künstler gerade deshalb, das publikumsträchtige, anspruchsvolle moderne Werk von Petr Eben Fenster aus dem Jahr 1976, das genau für Trompete und Orgel geschrieben ist, aufzuführen. Auch dieses Konzert war besonders gelungen und die Zuhörer gingen äußerst zufrieden nach Hause.

 

 

Gerne füge ich auch unsere persönliche Meinung hinzu, dass die musikalische Begleitung der Heiligen Messen in unserer Kirche oft auch ein wunderbares Konzert ist, und das meinen wir nicht nur für die Orgeln, sondern auch für den Gesang unserer Schola. Obwohl die musikalische Begleitung der Liturgie ihre Regeln hat, kann die Schönheit der Liturgie auch durch schöne Musik begleitet werden. Und das gelingt.

Irena und Jiří Kreiselovi