Rosenkranz – eine mächtige Waffe

Das Fest der Heiligen Maria vom Rosenkranz fällt auf den 7. Oktober – es ist gleichzeitig der Jahrestag des entscheidenden Sieges der christlichen Armee im Jahr 1571 über das Osmanische Reich in der Seeschlacht von Lepanto (in der Nähe der westlichen Küste Griechenlands). In der Kirche wurde es zunächst von Papst Pius V. als „Fest der Heiligen Maria des Sieges“ eingeführt. Kurz darauf änderte Papst Gregor XIII. es in „Fest des Heiligen Rosenkranzes“. Im Jahr 1960 änderte Papst Johannes XXIII. den Namen des Festes in „Fest der Heiligen Maria vom Rosenkranz“.
Für viele Heilige ist der Rosenkranz nicht nur ein Gebet, sondern eine Waffe. Mit ihm können wir die Linderung des Fegefeuers für leidende Seelen und vor allem die Bekehrung von Sündern, die der Ewigkeit der Hölle ausgesetzt sind, erbitten. Der heilige Pater Pio konnte nach eigenen Aussagen an einem einzigen Tag bis zu vierunddreißig Rosenkränze beten. Mystiker sagen, dass wir nicht glauben sollen, dass sich in der geistigen Welt nichts tut, wenn wir beten. Im Gegenteil, der gesamte Himmel jubelt über jedes Ave Maria oder anderes Gebet, die Mächte der Hölle fürchten sich, kein Gebet wird vergeblich sein, jedes wird genutzt.
Dank des heiligen Johannes Paul II. können wir den freudigen und den schmerzhaften Rosenkranz mit dem Licht-Rosenkranz verbinden, also mit ausgewählten Ereignissen aus dem Erwachsenenleben Jesu zwischen dem Auffinden im Tempel und dem Leiden in Getsemani. Der Rosenkranz ist ein nahezu universelles Gebet, das der Meditation über zentrale Ereignisse unseres Heils und die unermessliche Größe von Gottes Liebe zu uns, den Sündern, dient. Er umfasst insbesondere die Anrede und Verehrung der Heiligen Dreifaltigkeit, das Vaterunser, das Glaubensbekenntnis, Bitten um Vergebung der Sünden und für die leidenden Seelen sowie einen langen Bogen ausgewählter Ereignisse – Geheimnisse vom Evangelium des Gabriel über Bethlehem und Golgatha bis zur himmlischen Krönung der Maria. Eine große Anzahl von Bitten und Bekenntnissen. Zur Rosenkranzgebet ruft auch die heilige Maria immer wieder auf und bittet darum in ihren Erscheinungen.
Es ist der Prüfstein unseres Lebens mit Auswirkung auf die Ewigkeit, ob wir in dieser Welt „nur für uns selbst graben“ oder ob wir uns selbstlos als Teil eines großen Teams verhalten, in dem jeder versucht, dem anderen zu helfen. Und das insbesondere den Seelen im Fegefeuer, die sich selbst nicht mehr helfen können. Nur unsere Bitten und Gebete können ihnen helfen. Die heilige Maria ist die ideale Mittlerin. Denn welcher Sohn könnte die Bitten seiner Mutter ablehnen? Eine Mutter, die zudem der reinste und unbefleckte Mensch ist. Übrigens glaube ich, dass die Hauptaufgabe der heiligen Maria im Himmel (und mit ihr aller Heiligen) nicht eine statische Position auf dem himmlischen Thron ist, sondern das Erwecken und die Bekehrung aller Hartnäckigen, Sünder und Gottablehnenden, für die diese Welt alles ist und denen die ewige Verdammnis droht.